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Mit der mehrfachgewundene Achtschlaufe lassen sich komplette
"Mehr-Haken-Systeme" binden. Die Achtschlaufe wird bei diesem Beispiel
nicht nur als Endschlaufe, zum Einschlaufen des Grundbleis gebunden,
sondern ebenfalls zum Herstellen der Seitenarme. Verwendet werden je nach Zielfisch
monofiler Vorfachschnüre ab 0,35
bis 0,70 mm Durchmesser. Falls, wie bei diesem Beispiel, ein Hakenvorfach
eingeschlauft wird, sollte dieses dünner (0,30 - 0,50 mm) gewählt werden.
Vorfachmontagen mit Seitenarm lassen sich vielseitig verwenden. Sehr
erfolgreich ist zum Beispiel das Angeln im Meer mit Fetzenködern. Oder das
Boots- und Brandungsangeln auf Butt und Dorsch mit Naturködern. Es können
Mehrhakensysteme (Paternoster) gefertigt werden. Mit mehreren Springern
(Seitenarme) können „Hegene“ (Paternoster mit 3 bis 5 Nymphen) gefertigt werden. Aber auch das
Süßwassergrundangeln
in schlammigen Gewässern z.B. auf Aal, wo der Köder schnell mal mit dem
Blei im Untergrund verschwindet, ist das Angeln mit Seitenarm eine
optimale Methode um den Köder über Grund zu halten. Ebenfalls in Gewässern mit reichlich Bewuchs lässt sich
mit einem Seitenarm über den Pflanzenteppich angeln.
Bindetechnik:
Die Grafik zeigt in Schritten die Herstellung einer Montage:
- mit Endschlaufe (Achtschlaufe)
- Einschlaufen des Grundbleis
(Endbleimontage),
- Binden einer Seitenarmschlaufe,
- Einschlaufen des Hakenvorfachs.
Es wird ausschließlich als
Angelknoten die "mehrfachgewundene Achtschlaufe" verwendet.
Schritt 1 bis 3 (Endschlaufe):
Zunächst wird eine Schlaufe am Ende der Schnur für das Einschlaufen des
Grundbleis gebunden. Hierfür wird das Ende der Schnur doppel gelegt und
mit der gedoppelten Schnur eine Schlaufe erzeugt (Schritt 1).
Der Knoten ist schnell zu
binden, wenn die Schlaufe über den Zeigefinger gelegt wird und dann durch
Drehen des Fingers die Windungen erzeugt werden. Ein bis zwei Windungen
bei dicken Schnüren reichen meistens für eine optimale
Knotenfestigkeit aus. Bei dünner Schnur, unter 0,35 mm, können weitere
Windungen die Knotenfestigkeit erhöhen.
Schritt 4 (Grundblei einschlaufen):
Das Grundblei wird, wie die Zeichnung es darstellt, in die Endschlaufe
eingeschlauft. Natürlich könnte man auch Wirbel einschlaufen und dann das
Grundblei an den Karabiner des Wirbels befestigen.
Schritt 5 (Seitenarm aus Achtschlaufe):
Beim Anfertigen eines Seitenarms muss zunächst auf genügend Abstand zum
Grundblei geachtet werden. Vor allem wenn mit Hakenvorfach geangelt wird.
Das direkte einschlaufen eines Öhrhakens wird oftmals beim Meeresangeln
verwendet. Soll ein Hakenvorfach mit z.B. 25 cm Schnur eingeschlauft
werden, muss hier genügend Abstand zum Grundblei bleiben, da sich sonst der
Haken mit dem Blei verheddert. In dem Beispiel auf der Grafik sollte ein
Abstand von 50 cm bis 60 cm zum Blei reichen.
Schritt 6 bis 8:
Zum Binden einer Achtschlaufe als Seitenarm muss auch hier wieder mit
doppelter Schnur begonnen werden (Schritt 6). Die gedoppelte Schnur wie
auf der Zeichnung in eine Schlaufe legen und mit der linken Hand die
überkreuzte Schnur mit Daumen und Zeigefinger festhalten (Schritt 8). Mit
dem Zeigefinger der rechten Hand und Drehung im Uhrzeigersinn 2 bis 3
Windungen erzeugen.
Schritt 9 bis 11:
Durch die verdrallte Schlaufe, das Ende der gedoppelten Schnur führen
(Schritt 10). Je länger das Ende der gedoppelten Schnur desto größer wird
die Seitenarmschlaufe ausfallen. Mit etwas Übung lassen sich nahezu exakte
Seitenarmlängen auch bei der Herstellung von Mehrhakensysteme erzeugen. In
Schritt 11, wird durch straff ziehen der Schlaufe und den anderen
Schnurenden der endgültige Seitenarm gebildet. Richtig geknotet steht die
Seitenarmschlaufe etwa 90 Grad von der Vorfachschnur ab und dient
gleichzeitig durch die steife Montage als Abstandshalter.
Beispiel "Mehrhakensystem":
Auf genügend Abstand der Seitenarme (mind. Länge des Hakenvorfachs) ist zu
achten, damit sich das System nicht verheddert.

Die Grafik zeigt das korrekte Einschlaufen von Hakenvorfach an eine
Endschlaufe bzw. an eine Seitenarmschlaufe (Springerschlaufe).
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