Knotenfestigkeit:
Geeigneter Schnurtyp:
Verwendungszweck:
Auch bekannt als:

Bis über 85% der linearen  Schnurstärke
Monofilament, Multifilament
Schlaufe am Ende einer Schnur
End Loop, Endschlaufenknoten, Schlaufenknoten


Der hier gezeigte Angelknoten erzeugt eine Endschlaufe an Hauptschnur oder Vorfach in der Köder, Wirbel, Ösen, Sprengringe, Haken oder Schnüre befestigt oder eingeschlauft werden können.

Dieser Schlaufenknoten wird in der Knotenfestigkeit nur noch von sehr aufwendig gebundenen Schlaufenknoten, wie zum Beispiel den "Bimini 'Twist", übertroffen. Der fertig gebundene Knoten ist in der Anordnung der Windungen gleichzusetzen mit dem mehrfach gewundenen Achtknoten oder King Sling-Knoten, hat jedoch eine andere Bindetechnik. Je nach Schnurmaterial kann die Knotenfestigkeit sehr hoch sein und perfekt gebunden sogar die 90%-Marke, für besonders starke Knoten, überschreiten. Tipps hierzu im folgenden Text "Bindetechnik". Der Knoten eignet sich nicht nur für monofile Schnüre und Fluorocarbon sonder auch für geflochtenes Schnurmaterial.

Bindetechnik:

Schritt 1 + 2: Das Schnurende wird doppelt gelegt. Hier reichen 10cm gedoppelte Schnur, für eine kleine Schlaufe aus. Doppelt gelegte Schnur entsprechend verlängern, falls eine große Schlaufe erzeugt werden soll oder eine Vielzahl an Windungen erforderlich sind. In Schritt 1 hat man vor dem Binden die Möglichkeit, einen Wirbel oder Ring aufzuziehen und am Ende der Bucht zu plazieren. In Schritt 2 wird eine Schlaufe erzeugt und die erste zurücklaufende Windung gelegt.

Schritt 3 + 4: Die folgenden Windungen nicht zu eng legen, damit beim späteren Zusammenziehen keine unsauberen Überkreuzungen entstehen. In der Regel sind für alle Schnüre und Schnurstärken, 2 Windungen in beiden Richtungen ausreichend. Wie die Zeichnung es in Schritt 4 zeigt, werden Windungen in gleicher Anzahl zurückgebunden.

Schritt 5 bis 7: Das Schnurende zum Schluss wieder durch die erste Doppelschlaufe führen und gemeinsam mit den beide Schnurenden langsam und mit Gefühl anziehen. Der Knoten darf sich nicht zu einem Knäul verformen, was beim heftigen und ungeschickten straffen der Fall sein kann, sondern muss eine längliche und geordnete Form annehmen (siehe Foto). Nur so, wenn sich die Windungen optimal anordnen können, erlangt der Knoten eine maximale Bruchsicherheit von bis zu 90% der linearen Schnurstärke. Mit ein wenig Übung lässt sich schnell ein Gefühl für das richtige Zusammenziehen des Knotens aufbauen.


Endschlaufenknoten mit Geflecht und 2 Windungen in beiden Richtungen
Foto links zeigt die Bindung mit monofiler Schnur vor dem Zusammenziehen

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